Zünfte

Immer noch eine Kelle drauflegen

maurerEin Maurer ist ein Bauhandwerker, der im Wesentlichen das Mauerwerk erstellt. Der Maurer ist der Hauptbauhandwerker des Rohbaus. Daher führt er bei kleineren Bauprojekten (wie Einfamilienhäusern) meist auch Beton-, Stahlbeton-, Estrich- und Putz- sowie Abdichtungs- und Entwässerungsarbeiten aus. Im Zuge der fortschreitenden Arbeitsteilung im Bauwesen haben sich für viele Bereiche des breiten Berufsbilds des Maurers zusätzlich Spezialisten mit engerem Berufsbild entwickelt, die vorwiegend auf größeren Baustellen tätig sind.

1934 wurde der Beruf Maurer erstmals im Deutschen Reich im Verzeichnis der Handwerksgewerbe und 1936 im Bereich der Industrie als anerkannter Lehrberuf aufgeführt. Das Lehrlingswesen wurde 1940 im Handwerk durch fachliche Vorschriften geregelt. In der Bundesrepublik Deutschland folgte im Mai 1974 eine Neuordnung der Ausbildung im Handwerk und in der Industrie durch die Verordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft.

1998 wurden durch eine Änderung der Handwerksordnung der Beruf des Maurers mit den beiden Berufen Beton- und Stahlbetonbauer und Feuerungs- und Schornsteinbauer zum Maurer- und Betonbauerhandwerk zusammengefasst. Von 1999 bis 2010 sank die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Maurer, Bauhelfer, Hochbaufacharbeiter, Backofen-, Feuerungs- und Schornsteinbauer in Deutschland von 296.047 auf 146.878 Personen.

Der Beruf ist auch heute noch eine klassische Männerdomäne. 2010 lag der Frauenanteil bei Ausbildung und Berufsausübung in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht über 0,8 Prozent.

Am besten etwas mit Medien

drucker

In Deutschland bezeichnet der Begriff Drucker auch den anerkannten Ausbildungsberuf in der gleichnamigen Berufsgruppe. Die Ausbildung in diesem Beruf wurde durch die Verordnung über die Berufsausbildung zum Drucker/zur Druckerin (Drucker-Ausbildungs-VO – DruckAusbV) vom 2. Mai 2000 inhaltlich neu geordnet. Der Ausbildungsberuf wurde in den Jahren 2010 und 2011 nochmals modernisiert und wurde am 1. August 2011 durch den „Medientechnologe Druck“ ersetzt.

Die Ausbildung dauert 36 Monate und erfolgt im dualen Ausbildungssystem. Der Beruf kann in den Ausbildungsbereichen Industrie und Handwerk ausgebildet werden. Im dritten Ausbildungsjahr spezialisiert man sich auf eine der folgenden vier Fachrichtungen:

  • Flachdruck = Offsetdruck
  • Hochdruck
  • Tiefdruck
  • Digitaldruck

Für das Siebdruckverfahren gibt es eine eigenständige Ausbildung zum anerkannten Ausbildungsberuf des Siebdruckers. Dem Drucker wird am Ende seiner Ausbildung im Handwerk ein Gesellenbrief, in der Industrie ein Facharbeiterbrief verliehen. Durch ein System von Wahl-Qualifikationseinheiten bestehen weitere Differenzierungsmöglichkeiten in der Berufswahl und -ausübung.

Im Rahmen der Aufstiegsfortbildung besteht die Möglichkeit, die Prüfung zum Industriemeister Fachrichtung Printmedien abzulegen.

Des Weiteren kann man eine zweijährige Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker, Fachrichtung Druck- und Medientechnik machen. Ingenieurswissenschaftliche Studiengänge bestehen an den Fachhochschulen München und Stuttgart sowie an der Universität Wuppertal.

Die Auto-Flüsterer

kfz mechanikerBeim Kfz-Mechatroniker/in (Deutschland) beziehungsweise Automobil-Mechatroniker/in (Schweiz) handelt sich um eine klassische Männerdomäne. 2010 lag der Frauenanteil nicht über 2,8 Prozent.

Der Kfz-Mechatroniker entstand 2003 aus den Berufen Kfz-Mechaniker, Kfz-Elektriker und Automobilmechaniker. Mit der neuen Berufsbezeichnung reagierten die Verantwortlichen auf die veränderten Anforderungen im Kraftfahrzeugtechnikerhandwerk.

Ohne Technik, vor allem die IT-Technik, geht es im Werkstattalltag nicht. Computer und elektronische Prüfsysteme sind neben den De- und Montagewerkzeugen die täglichen Begleiter. Der Markt ist der Zukunft zugewandt: Elektroautos und Hybridmotoren sind der Trend und selbst unter der Motorhaube von Kleinwagen versteckt sich inzwischen modernste Technik mit elektronisch verknüpften Systemen.

Ausbildungsdauer

Voraussetzung für diesen Ausbildungsberuf ist ein Schulabschluss. Die Ausbildung dauert in der Regel dreieinhalb Jahre und erfolgt im dualen System. Dies bedeutet, dass die Ausbildung im Betrieb, in der Berufsschule und in überbetrieblichen Bildungseinrichtungen stattfindet. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Verkürzung möglich.

Spezialisierungen

Innerhalb der Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker kann der Auszubildende einen von fünf Schwerpunkten wählen. In einem dieser Gebiete wird die Ausbildung vertieft:

  • Personenkraftwagentechnik
  • Nutzfahrzeugtechnik
  • Motorradtechnik
  • System- und Hochvolttechnik
  • Karosserietechnik

Die spät berufenen Ausbilder

bodenlegerMit dem Aufkommen großflächiger Bodenbeläge im 20. Jahrhundert entstand die Nachfrage nach Arbeitskräften, die die neuen Materialien verlegen konnten. Der Beruf des Fußbodenlegers wurde erst 1965 als handwerksähnliches Gewerbe in die Anlage B der Handwerksordnung aufgenommen, ohne dass er aber als Ausbildungsberuf anerkannt wurde.

Im Jahre 1982 gelang es, beim Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft eine Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss „Geprüfter Bodenleger” durchzusetzen. Im Zuge einer Neuordnung der Berufsausbildung im Parkettlegerhandwerk, das traditionell mit dem Bodenlegergewerbe eng zusammenarbeitet, konnte im Jahre 2002 der Bodenleger als Ausbildungsberuf geschaffen werden.

Seitdem ist es möglich, in Bodenlegerbetrieben oder im Bodenbelagshandel eine Ausbildung als Bodenleger zu machen. Voraussetzung für die Ausbildung von Bodenlegern ist zum einen, dass der Betrieb fachlich geeignet ist, eine Bodenlegerausbildung auf der Grundlage des Ausbildungsrahmenplans durchzuführen. Über die fachliche Eignung entscheidet die zuständige Stelle, also die Handwerkskammer oder die Industrie- und Handelskammer, je nachdem, wo der Ausbildungsbetrieb Mitglied ist. Zum anderen muss im Betrieb ein Ausbilder vorhanden sein, der seine Qualifizierung zur Ausbildung mit einer Ausbildereignungsprüfung nachweisen kann.

Bodenbelagsarbeiten gehören auch zum Berufsbild der Vollhandwerke Estrichleger, Maler, Parkettleger und Raumausstatter. Dementsprechend können diese Vollhandwerke nicht nur in ihrem Handwerk, sondern auch im Bodenlegergewerbe ausbilden, wenn die oben genannten Voraussetzungen erfüllt sind.

Ein Berufsleben zwischen heiß und kalt

sanitaerDie Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik dauert in der Regel dreieinhalb Jahre und endet mit dem Abschluss als Geselle, wenn die Ausbildung bei einem Handwerksbetrieb durchgeführt wurde. Findet die Ausbildung in einem Industriebetrieb statt, so wird die Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer abgelegt.

Die Ausbildung wird nach dem dualen Prinzip durchgeführt, also im Ausbildungsbetrieb und einer staatlichen Berufsschule. Die duale Ausbildung wird im Handwerk um sogenannte überbetriebliche Lehrgänge ergänzt, in denen Fertigkeiten vermittelt werden, die für das Berufsbild wichtig sind, aber nicht mehr in jedem Unternehmen ausgeführt werden (zum Beispiel Schweißen).

Die Tatsache, dass der Handwerksberuf aufgrund wachsender Anforderungen wie Energiesparen und Trinkwasserhygiene immer komplexer wird, stellt an die Auszubildenden gewisse Anforderungen.

Während der Ausbildung (in der Regel jedoch zu Beginn) spezialisiert sich der angehende Anlagenmechaniker auf eines der Handlungsfelder:

  •     Wassertechnik
  •     Wärmetechnik
  •     Klimatechnik
  •     Erneuerbare Energie/Umwelttechnik

Er bekommt zusätzlich zu den Grundkenntnissen, die allen Anlagenmechanikern während der Ausbildung vermittelt werden, Spezialkenntnisse in dem entsprechenden Handlungsfeld. Auch die Abschlussprüfungen differieren in Abhängigkeit von der Spezialisierung ein wenig voneinander. So muss ein Anlagenmechaniker mit Handlungsfeld Wärmetechnik zum Beispiel eine Abgasmessung an einem Ölkessel durchführen. Ein Anlagenmechaniker für Wassertechnik hingegen eine Abgasmessung an einer Gastherme. 

Kontakt

Handwerkerkreis Erkrath e.V.
c/o Axel Nölling
Rathelbecker Weg 13
40699 Erkrath

Tel. 0211-24 32 03
service@handwerker-erkrath.de
www.handwerker-erkrath.de

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